Nemeth Kurtz  500

 
Pressemitteilung vom 8.6.2018
 
Tausende Pendler im Kreis
Böblingen sind täglich auf ihn angewiesen: Den
Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Und viele Pendler ärgern sich immer
wieder über Unpünktlichkeit bei den Zügen. Für den grünen
Verkehrsminister Winfried Herrmann allerdings entwickelt sich „die
Zuverlässigkeit des Regionalverkehrs im Landkreis Böblingen positiv".
In Sachen Pünktlichkeit sei auf Grund fehlender Mess-Stellen jedoch
„keine gesicherte Aussage möglich". Das ergab eine Anfrage der
CDU-Landtagsabgeordneten Paul Nemeth und Sabine Kurtz an das
Verkehrsministerium.
  Für Paul Nemeth hat der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) im Kreis
Böblingen vor allem eines zu sein: Pünktlich. „Pünktlichkeit ist
hier das Wichtigste. Wenn man auf Grund der Bahn zu spät zu Terminen
kommt, ist das einfach schlecht", sagt Nemeth. Und der Böblinger
CDU-Landtagsabgeordnete weiß, wovon er spricht. „Ich fahre oft mit
dem Zug in den Landtag; da kommt es immer wieder zu Verspätungen", so
Nemeth.
  Gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Sabine Kurtz (Wahlkreis Leonberg
- Herrenberg - Weil der Stadt) hat Nemeth daher beim Verkehrsministerium
nachgehakt, wie es um die Pünktlichkeit der Züge im Kreis aktuell
bestellt ist. Eine konkrete Antwort darauf lieferte das Schreiben aus
dem Ministerium allerdings nicht. Auf Grund fehlender Mess-Stellen für
den DB-Regionalverkehr im Landkreis Böblingen, sei auf diesem Gebiet
„keine gesicherte Aussage möglich" heißt es nur. In Sachen
Zuverlässigkeit entwickle sich der SPNV im Kreis laut Verkehrsminister
Winfried Herrmann jedoch positiv. Nicht zufrieden ist man im Ministerium
dagegen mit den Sauberkeitswerten, die lägen laut Winfried Herrmann
unter dem vereinbarten Zielwert, wie im Antwortschreiben auf die Anfrage
Nemeths und Kurtz zu lesen ist.
  Um in den nächsten Jahren in Sachen Pünktlichkeit Verbesserungen zu
erzielen, will das Verkehrsministerium, das von steigenden
Fahrgastzahlen ausgeht, auch weiterhin auf spezielle Projekte und
Arbeitsgruppen setzen. Für manche der Verspätungen sieht sich das
Ministerium indes nicht verantwortlich. „Ein Teil der Verspätungen
des Regionalverkehrs ist darauf zurückzuführen, dass Regionalzüge auf
verspätete S-Bahnen auflaufen, zum Beispiel auf die von Böblingen in
Richtung Herrenberg", teilt Winfried Herrmann mit.
  Gute Nachrichten hat der Verkehrsminister beim kostenlosen WLAN.
Nachdem bereits seit Dezember 2017 in allen im Land verkehrenden Zügen
kostenlose WLAN-Zugänge bereitgestellt werden, sollen die Stuttgarter
S-Bahnen nach Auskunft des Verbands Region Stuttgart bei den Linien 4,5,
6 und 60 bis Mitte 2018, bei den Linien 1, 2 und 3 bis Mitte 2019
vollständig mit WLAN-Zugängen ausgestattet werden. In den Zügen der
Schönbuch-, Ammertal-, und Strohgäubahn ist eine WLAN-Ausstattung
dagegen nicht geplant.
  Für Sabine Kurtz steht fest, dass der SPNV in den nächsten Jahren
insgesamt an Attraktivität gewinnen muss: „Denn der SPNV gewinnt
insbesondere für Pendler immer mehr an Bedeutung. Gerade angesichts der
zunehmenden Diskussionen um die Luftverschmutzung in den Städten und um
mögliche Fahrverbote ist die Attraktivität des SPNV als Alternative
zum motorisierten Individualverkehr von großem Interesse"_.
„Voraussetzung für einen Wechsel vom Auto auf die Bahn sind für die
Leute allerdings Sauberkeit, gute Anschlussmöglichkeiten und vor allem
die Pünktlichkeit der Züge", ergänzt Paul Nemeth.