Nemeth 200

Böblingen, 07.02.2019. Wer sich im morgendlichen Berufsverkehr auf der B464 auf in Richtung Böblingen macht, für den ist es tägliche Routine: Ab der Altdorfer Kreuzung kommt man trotz des vor zwei Jahren abgeschlossenen Ausbau dieses Knotenpunktes oft nur stockend voran. Dass sich hier in absehbarer Zeit beispielsweise durch die Installierung einer Wechselspur-Anlage nichts ändern wird, macht eine Anfrage des Böblinger CDU-Landtagsabgeordneten Paul Nemeth im Verkehrsministerium deutlich.

Wer auf der Bundesstraße 464 zwischen Holzgerlingen und Renningen unterwegs ist, der muss sich wohl zu den Stoßzeiten auch in Zukunft in Geduld üben. Das ergab eine Anfrage von Paul Nemeth an das baden-württembergische Verkehrsministerium. Der Böblinger CDU-Landtagsabgeordnete wollte hierin wissen, ob man für eine verbesserte Verkehrsführung im Bereich von Knotenpunkten wie der Altdorfer Kreuzung in Richtung Böblingen oder der Ausfahrt Böblingen-Süd von Renningen her kommend Möglichkeiten sehe. „Eine Verbesserung der Situation im Bereich der Altdorfer Kreuzung bei Holzgerlingen wurde zuletzt durch den im Dezember 2016 fertiggestellten und 12,5 Millionen Euro teuren aufwendigen Ausbau des Knotenpunktes B 464/K 1001 erreicht“, heißt im Antwortschreiben aus dem Ministerium für Verkehr des grünen Ministers Winfried Hermann. Es teilt zudem mit, dass bei der Einstellung der Ampelanlagen aus seiner Sicht kaum noch Verbesserungspotential besteht.

Bezugnehmend auf die Verkehrssituation an der B 464 auf Höhe der Ausfahrt Böblingen-Süd kommt aus dem Ministerium diese Antwort: „Hier ist zu berücksichtigen, dass es aufgrund der Vollsperrung der K 1077 wegen dem Bau der Schönbuchbahnquerung durch Verlagerung der Verkehrsströme seit Sommer 2017 zu Störungen kommt. Daher sind weitergehende Aussagen zu aktuellen vorhandenen Problemen erst sinnvoll, wenn die K 1077 als eine der Haupteinfallstrecken wieder befahrbar ist“.

Den Vorschlag Paul Nemeths, den als wechselseitig dreispurige Straße ausgebauten Teil der B 464 mit einer sogenannten Wechselspur-Anlage auszustatten, so dass die mittlere Richtungsfahrbahn je nach Verkehrsaufkommen in die eine oder andere Richtung befahren werden kann, beantwortet das Verkehrsministerium wie folgt: „Um den Nutzen einer Wechselspur-Anlage feststellen zu können, bräuchte es detaillierte verkehrstechnische Untersuchungen. Allerdings ist bekannt, dass die Richtung der Verkehrsströme auch zu den Stoßzeiten im Berufsverkehr nicht so ein einseitig ausgeprägt ist, dass eine solche Anlage sinnvoll wäre“.

Wer mit seinem Gefährt also auf der Bundesstraße 464 durch den Kreis Böblingen fährt, muss zumindest am Morgen und am Abend vermutlich auch in der kommenden Zeit die eine oder andere Minute mehr einplanen.Die Bundesstraße 464 ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen in meinem Wahlkreis. Deshalb ist es mir wichtig, nach möglichen Verbesserungen zur Staubekämpfung zu suchen. Ich werde die Verkehrssituation auf der B 464 auch weiterhin genau im Auge behalten“, so Nemeth abschließend.